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5 Fragen an Christine Reiss


Porträtbild der Moderatorin Sandrine Hegglin
Von der Universitätsbühne in Berlin auf die internationalen Bühnen Europas: Christine Reiss verbindet ihre unterschiedlichen Lebensstränge für komplexe Paneldiskussionen und mehrsprachige Moderationen. Bild: Michael Winnicki

Christine Reiss ist als Moderatorin auf nationalen und internationalen Bühnen zu Hause. Sie moderiert Konferenzen, Panels und Dialogformate an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Dabei trifft sie auf unterschiedliche Perspektiven, komplexe Inhalte und hohe Erwartungen: Gespräche gilt es zu strukturieren, Raum für Austausch zu schaffen und Inhalte einzuordnen. Dies tut Christine zweisprachig und interkulturell.


Was zeichnet für sie gute Moderation aus? Wie bereitet sie sich auf komplexe Diskurse vor? Und welche Erfahrungen prägen die Arbeit als Moderatorin besonders?


Wir haben Christine Reiss fünf Fragen gestellt:


Christine, du hast Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert. Was führte dich in die Moderation?


Meine Moderationskarriere begann als studentisches Engagement. Ich habe mich an der Universität der Künste in Berlin stark für Vernetzung und Digitalisierung eingesetzt und meine Kommilitonen in verschiedenen Gremien vertreten, deren Moderation ich mit der Zeit übernehmen durfte. Darauf folgten Einladungen für Keynotes und Podien ausserhalb der Universität, die sich organisch zu Moderations-Gigs entwickelt haben.


Inwiefern prägt dein Studium deine Arbeit als Moderatorin, insbesondere bei Event- und Konferenzmoderationen?


Ich lege sehr viel Wert auf eine klare Benennung der Intention jeder Veranstaltung. Für ein erfolgreiches Bühnenprogramm frage ich vorher, ob die Gäste inspiriert, animiert oder nur informiert werden sollen. Aufgrund meines Studiums verstehe ich Synergien zwischen verschiedenen Stakeholdern und helfe meinen Kunden, ihre Brand im Spannungsfeld zwischen Humor, Nähe und professioneller Distanz positiv zu betonen.


Du moderierst Konferenzen, Panels und Dialogformate an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Wo siehst du die grössten Herausforderungen, wenn unterschiedliche Perspektiven und komplexe Themen zusammenkommen?


Eine Herausforderung bei der Moderation von Veranstaltungen ist für mich, die Balance zwischen einem fixen Bühnenprogramm und einer lebendigen Interaktion mit dem Publikum zu wahren. Bühnengäste werden oft gebrieft und sind in ihren Redepunkten vorhersehbar. Das Publikum einzubeziehen, gibt dem Diskurs Dynamik, ist aber gleichzeitig auch eine Wild Card. Besonders bei Podien mit bekannten Persönlichkeiten und Politikern weiss man vorher nie, was gefragt wird. Es macht mir viel Spass, diese Synergien in inspirierende Momente zu verwandeln.

 

Du arbeitest international und zweisprachig, also über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Wie bereitest du dich auf diese Unterschiede vor, und was ist dir dabei besonders wichtig?


Bei einer zweisprachigen Moderation, zum Beispiel in einer Botschaft oder für einen internationalen Konzern, ist es mir wichtig, sowohl die Hauptsprache des Abends zu respektieren als auch gleichzeitig Schlüsselmomente für das internationale Publikum zu übersetzen. Besonders bei Fachveranstaltungen stelle ich durch gezielte Nachfragen sicher, dass Inhalte verständlich vermittelt werden. Wichtig ist es, bei kulturellen und sprachlichen Barrieren mit viel Aufmerksamkeit und Respekt aufeinander zuzugehen und kleine Stolpersteine mit Humor zu moderieren, damit alle Gäste sich gesehen fühlen und die richtigen Botschaften beim Publikum ankommen.

 

Gibt es einen Augenblick oder eine Veranstaltung, die dir als Moderatorin besonders in Erinnerung geblieben ist – und warum gerade dieser?


Zwei Jahre in Folge durfte ich für die Berliner Handwerkskammer eine Preisverleihung an Handwerksbetriebe, die internationalen Austausch fördern, moderieren. Beim letzten Mal (November 2025) in der Französischen Botschaft, in drei Sprachen! Auf Französisch, Englisch und Deutsch. Hier haben sich drei meiner Lebensstränge verbunden. Vor meinem Studium habe ich den Beruf der Friseurmeisterin gelernt und spreche fliessend Französisch. Es war für mich ein besonderer Anlass, meine Vergangenheit im Handwerk mit meiner dritten Sprache und meiner Tätigkeit als Moderatorin zu verbinden.




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Christine Reiss in der Moderation einer Preisverleihung der Berliner Handwerkskammer. Foto: Santiago Engelhardt

Christine moderiert sämtliche Eventformate: Branchenevents, Konferenzen, Kongresse, Pitch-Nights, Workshops, internationale Events (Englisch, Deutsch), Eröffnungsfeiern, Preisverleihungen und Galas.

Ihre Fokusthemen sind:

Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur, Digitalisierung, Transformation, Zukunft, Nachhaltigkeit.








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