top of page

Texten mit KI: 6 Muster, die deine Texte schwächen und 7 Tipps, wie du sie vermeidest

Illustration einer Frau beim Arbeiten mit KI. Gedankenblasen zeigen typische Muster von KI-Texten wie negative Einleitungen, unlogische Abfolgen, wiederkehrenden Wortschatz, fehlende Persönlichkeit und mangelnde Zielgruppenorientierung.
Muster, die in fast jedem KI-Text zu erkennen sind. Bildliche Darstellung mit Unterstützung von KI.


Wenn Unternehmen und Organisationen künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, tun sie dies meist, um schneller und effizienter zu sein. Für die Texterstellung bedeutet der Einsatz von KI vielfach Qualitätsverlust: Ohne konkrete Prompts und sorgfältige Nachbearbeitung verlieren KI-Texte häufig an Prägnanz, Aussagekraft und (Marken-)Identität. In diesem Blogbeitrag greifen wir sechs häufige KI-Muster auf und geben sieben Tipps, wie du sie vermeidest.


«Komm auf den Punkt und sage, worauf du hinauswillst.» Dieser Gedanke kommt mir oft, wenn ich KI-generierte Texte lese oder sie an Events im Rahmen von Reden und Referaten höre. Ich schweife ab, lege die Lektüre weg, scrolle weiter. Die Botschaft erreicht mich nicht mehr. Eigentlich schade, oder?


Vielleicht wollten sie mich informieren, mir eine Botschaft vermitteln, mich unterhalten. Möglichst professionell und fehlerfrei. Stattdessen entstehen oft zu lange Texte und Reden, die nicht zum Wesentlichen kommen und unpersönlich wirken. Verantwortlich dafür sind meist KI-Muster, die wir hier aufgreifen.


6 Muster, die KI-Texte verraten

KI-generierte Texte weisen Muster auf, die kommunikationsaffine Leser:innen sofort erkennen. Diese sechs Muster verraten, dass Texte mit KI erstellt wurden.


  1. Themen werden mit negativen Aussagen, Abwertungen oder Einschränkungen eingeleitet.

Textbeispiele:

  • «Eine gute Unternehmenskultur entsteht nicht von heute auf morgen.»

  • «Kommunikation ist mehr als nur Informationen weitergeben.»

  • «Konfliktfähigkeit bedeutet nicht, immer einer Meinung zu sein.»

  • «Digitalisierung ist kein Selbstläufer.»

  • «Digitalisierung lässt sich nicht einfach über Nacht umsetzen.»


  1. KI-Texte berücksichtigen keine logischen Abfolgen. Ein roter Faden fehlt. Resultat: Die Texte wirken zwar strukturiert, sind inhaltlich aber nicht stringent.


Beispiele für unlogische Abfolgen:

  • Allgemeines vor Konkretem: Der Text startet mit breit formulierten Aussagen und wird erst spät präzise. Es fehlt oft an Führung durch den Gedankengang oder an Gewichtung von Inhalten.

  • Einzelaspekte ohne Priorisierung: Mehrere Themen und Aspekte werden genannt, ohne dass erkennbar ist, was zentral, was ergänzend und was nachrangig ist.

  • Voraussetzungen und Konsequenzen werden vertauscht: Statt erst die

    Bedingungen und dann die Folgen zu nennen, wird häufig direkt mit dem Ergebnis begonnen und die Ursache erst später nachgeschoben.

>> Textbeispiel ansehen

  • Konkretes Beispiel, typisch vertauscht: «Eine bessere Konfliktkultur führt zu mehr Vertrauen im Team. Dafür müssen sich Mitarbeitende jedoch trauen, Konflikte früh anzusprechen.»

  • Logischer aufgebaut: «Damit eine bessere Konfliktkultur entstehen kann, müssen sich Mitarbeitende trauen, Konflikte früh anzusprechen. Wenn das gelingt, kann mehr Vertrauen im Team entstehen.»

  1. KI-Texte kommen über Umwegen auf den Punkt. Sie wirken professionell, sagen aber wenig Konkretes aus. Prägnanz muss beim Prompten eingefordert werden.


>> Textbeispiele ansehen

  • KI unkonkret: «Die Digitalisierung stellt gerade für KMU eine wichtige Herausforderung und gleichzeitig auch eine grosse Chance dar. In einer zunehmend dynamischen und vernetzten Geschäftswelt ist es entscheidend, den digitalen Wandel ganzheitlich zu betrachten und verschiedene Faktoren sorgfältig zu berücksichtigen. Dabei spielen sowohl technische als auch organisatorische Aspekte eine zentrale Rolle. KMU sollten daher nicht nur in moderne Lösungen investieren, sondern auch ihre Prozesse, Strukturen und Kompetenzen kontinuierlich weiterentwickeln. Nur so kann es gelingen, die Potenziale der Digitalisierung nachhaltig zu nutzen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.»

  • KI konkret: «KMU sollten bei der Digitalisierung vor allem drei Dinge beachten: Erstens sollten sie ihre Prozesse zuerst klären und die passende Technologie erst danach auswählen. Denn digitale Werkzeuge helfen nur dann, wenn die Abläufe vorher sauber definiert sind. Zweitens braucht es klare Rollen und Kompetenzen, damit Zuständigkeiten für Daten, Systeme und Entscheidungen eindeutig geregelt sind. Drittens lohnt sich ein schrittweises Vorgehen mit überschaubaren Projekten, weil so Ressourcen geschont und Erfolge schneller sichtbar werden.»



  1. KI-Texte greifen immer wieder auf denselben Wortschatz zurück. Unabhängig vom Thema wiederholen sich Substantive, Verben und Adjektive.


Textbeispiele:

  • «Eine starke Kultur entsteht durch das richtige Zusammenspiel aller Beteiligten.»

  • «Nur mit der richtigen Abstimmung kann ein gemeinsames Verständnis geschaffen werden.»

  • «Digitalisierung gelingt nur mit dem passenden Mix aus Technologie, Prozessen und Menschen.»

  • «Vertrauen entsteht dort, wo transparente Kommunikation, Empathie und Loyalität zusammenkommen


  1. Die Persönlichkeit der Absender:innen ist unsichtbar. Irgendjemand hätte den Text verfassen können.


Beispiele für Merkmale:

  • Generische Themenbehandlung und indirekte Formulierungen.

  • Eigenschaften und Wiedererkennungsmerkmale der Absender:innen fehlen.

  • Der Text passt nicht zur (Unternehmens-)Persönlichkeit der Absender:innen.


  1. KI-Texte berücksichtigen weder die regionalen, kulturellen noch sprachlichen Eigenheiten des Zielpublikums.


Beispiele von Fettnäpfchen (Schweiz):

  • Rechtschreibung (verglichen mit Deutschland): Gebrauch von scharfem S (ß) statt Doppel-S.

  • Helvetismen (verglichen mit Deutschland): Verwendung von «Fahrrad» statt «Velo», Patenonkel statt «Götti», «Urlaub» statt «Ferien», «Pantoffeln» statt «Finken» und «Grillen» statt «Grillieren».

  • Regionale Unterschiede (verglichen mit Frankreich): «Soixante-dix» statt «Septante» >> Ein aktuelles Beispiel der Migros


7 Tipps: Wie du KI-Muster vermeidest

Nun erkennst du die Schwächen von schlecht geprompteten oder nicht nachbearbeiteten KI-Texten. Für wirkungsvolle Texte empfehlen wir dir:


  1. Brainstorme zu deinen Inhalten, bevor du promptest. Notiere auf einem Papier oder in deinen digitalen Notizen in Stichworten, was du ausdrücken möchtest. Verwende dabei deine Sprache, dein Vokabular und berücksichtige das Corporate Wording.

  2. Stelle in deinem Prompt klare Anforderungen an den Output. Prompte klar, welches Ergebnis du erwartest. Bestehe darauf, dass dein Wording und dein Stil bestehen bleiben. Beauftrage die KI, prägnant und aktiv zu formulieren, leere Worthülsen zu vermeiden und Füllwörter wegzulassen. Gib ihr Beispiele zu deinem persönlichen Stil und zum Corporate Wording.

>> Zusatztipp: KAFKA-Regel für gelungene Texte ansehen

  • Konkret schreiben: Dinge treffend benennen; ungenaue Oberbegriffe und abstrakte Formulierungen vermeiden.

  • Aktiv schreiben: Aktive Verben nutzen, statt mit schwerfälligen Passivkonstruktionen (z.B. «wird durchgeführt») zu arbeiten.

  • Füllwörter und Floskeln meiden: Wörter streichen, die den Text aufblähen ohne den Inhalt zu bereichern (z.B. eigentlich, gewissermassen, natürlich).

  • Kurz formulieren: Sätze übersichtlich und knackig halten. Verschachtelte Schachtelsätze vermeiden.

  • Adjektive sparsam verwenden: Setze Adjektive nur ein, wenn sie nötig sind.

  1. Lasse die negativen Aussagen, Abwertungen oder Einschränkungen vor relevanten Aussagen weg. Niemand wird sie vermissen.

  2. Hinterfrage die Gedankenlogik und Priorisierung deiner Inhalte. Hat dein Text einen erkennbaren roten Faden? Nennst du das Wichtigste zuerst und Ergänzungen am Schluss?


  3. Hinterfrage die Aussage jedes Satzes. Ist er wichtig für den Kontext? Ist er wichtig für deine Botschaft? Wird er von deiner Zielgruppe verstanden? Lasse alles weg, was nichts aussagt, keine Wirkung hat und für deine Zielgruppen irrelevant ist.

  4. Ersetze oft von KI verwendete Substantive, Verben und Adjektive durch Synonyme. Diese sollen deinem eigenen Wortschatz entsprechen und zum Kontext passen.


  1. Nimm die Perspektiven deiner Zielgruppen ein. Texte in der Sprache deiner Leser:innen, berücksichtige ihre Kultur und verwende die passenden Ausdrücke. Beauftrage bei wichtigen Texten professionelle Übersetzer:innen. Sie berücksichtigen regionale, kulturelle und sprachliche Eigenheiten deutlich zuverlässiger als KI-Tools.


Gute KI-Texte wurden nachbearbeitet

Denke an die Aufmerksamkeitsspanne und die Zeit deiner Zielgruppen, wenn du deine Botschaften in Texte verpackst. Setzt du die sieben Tipps um, kommen deine Texte mit möglichst wenigen Worten auf den Punkt, sind aussagekräftig und zielgruppengerecht. Sie sind authentisch, liefern Mehrwert und bleiben in Erinnerung. Kurz gesagt: Deine Texte wirken.


Fühlst du dich im Umgang mit KI noch unsicher oder möchtest du jemand anderes für dich texten lassen? Wir unterstützen dich gerne und freuen uns auf deine Kontaktaufnahme: 📩 Kontakt: kontakt@comm-ents.ch | ☎ +41 43 300 99 90



Weiterführende Links:




Kommunikation, die ankommt. Events, die in Erinnerung bleiben.


Wir bringen deine Botschaften auf den Punkt und deine Projekte ins Ziel – für KMU sowie Organisationen im Gesundheits- und Nonprofit-Bereich. Strategisch fundiert, operativ verlässlich und mit einer Prise Humor.

© 2026 comm'ents – Ganzheitliche Kommunikation und Events in Kloten, Opfikon, Wallisellen, Bülach, Zürich, Winterthur und der gesamten Deutschweiz.
Impressum | Datenschutz | AGB

Mehr erfahren

Lerne uns kennen

Hast du ein komplexes Thema oder ein Event-Projekt? Lass uns bei einem Kaffee oder Tee in der Flughafenregion Zürich darüber sprechen.

Kontakt
rhyner-weber kommunikation und events
Frohbühlstrasse 11
8152 Glattbrugg

+41 43 300 99 90
kontakt@comm-ents.ch

  • LinkedIn
bottom of page