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Corporate Events – die 10 Trends für 2026

Die Darstellung eines abwechslungsreichen Events. Zu sehen ist: eine Speakerin, Gäste beim Catering, eine Band etc.
Kreativer, persönlicher, verbindender – bildliche Darstellung verschiedener Trends 2026 mit Unterstützung von ChatGPT.


Corporate Events verändern sich: Sie werden strategischer, persönlicher und vielfältiger. Der Event & Brand Experience Trends Report 2026 von Kesch zeigt: kleinere, wiederkehrende und interaktive Formate ersetzen vermehrt grosse Highlight-Events. In diesem Blogbeitrag erhältst du einen Überblick über die wichtigsten Trends. So viel verraten wir schon mal: Um 2026 als Veranstaltende mithalten zu können, sind neue Kompetenzen, Rollenwandel und Mut gefragt.


Corporate Events werden im Jahr 2026 zu strategischen Instrumenten für die Markenpositionierung, Beziehungspflege, Lernen, Kultur und Business-Entwicklung. Der Event & Brand Experience Trends Report 2026 von Kesch macht deutlich: Veranstaltende bewegen sich weg von punktuellen grossen Inszenierungen hin zu bewusst gestalteten, teilnehmer:innenzentrierten und messbaren Erlebnissen, die klar auf Unternehmensziele einzahlen. Die zentrale Frage lautet nicht mehr: Welchen Event machen wir? Sondern: Welche Wirkung wollen wir erzielen – und wie gestalten wir diese gezielt?


Modulare Programme, wiederkehrende Formate, Networking

Erstmals begegnen sich fünf Generationen auf Events – mit unterschiedlichen Erwartungen: Jüngere Zielgruppen bevorzugen kurze, interaktive Formate und unmittelbaren Austausch. Ältere Teilnehmende erwarten Tiefe, Struktur und Orientierung. Der Report zeigt: Agenda-Design zentriert die unterschiedlichen Zielgruppen und wird modularer: Workshops, Co-Creation-Sessions, Experience-Zonen und kleinere Breakouts ergänzen klassische Vorträge. Inspiration, Lernen und Networking greifen ineinander. Im Fokus steht das durchdachte Teilnehmenderlebnis bei jedem Programmpunkt: vom Ankommen über die Sessions bis zum informellen Austausch.


Gleichzeitig verschiebt sich die Eventlogik weg vom einmaligen Highlight hin zu kleineren, wiederkehrenden Formaten über das ganze Jahr hinweg. Statt eines Grossanlasses entstehen Event-Portfolios mit Micro-Events, Community-Formaten oder thematischen Serien. Während Teilnehmende auf Grossanlässen oft konsumieren, werden sie in kleinen Settings bewusst geführt und persönlich betreut. Das steigert Wahrnehmung, Bindung und die Wertigkeit des Erlebnisses.


Künstliche Intelligenz spielt eine unterstützende Rolle: Sie hilft bei Personalisierung, Analyse von Interaktionen, Feedback-Auswertung oder Optimierung von Abläufen. Der Report betont dabei klar: Technologie ist Enabler.


Die 10 wichtigsten Event-Trends 2026 für Veranstaltende

Diese zehn wichtigen Trends haben wir aus dem Kesch-Report aufgegriffen. Der Trend «Künstliche Intelligenz» wurde von uns im Bereich Nachhaltigkeit berücksichtigt.


  1. Generationenvielfalt so gross wie noch nie: Die Zielgruppen werden diverser. Ab 2026 lernen und netzwerken fünf Generationen gleichzeitig – von Gen Z bis 70+. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu schenken, sind segmentierte Eventprogramme, Räume und Kommunikation gefragt, die jede Generation gezielt abholen. Erfolgreiche Event-Veranstaltende reagieren gemäss Kesch auf diesen Wandel, indem sie Micro-Communities schaffen: Bereiche, Sessions oder Zonen, die gezielt unterschiedliche Bedürfnisse bedienen.

  2. Content is King: bleibt die wichtigste Regel im B2B-Eventbereich. Programme geben den Ausschlag für eine Teilnahme. Ein schwaches Line-up lässt sich weder durch Location noch durch Catering kompensieren. Der Report zeigt eine klare Erwartung an Vielfalt und Tiefe der Formate: Keynotes, Deep-Dives, Workshops, Q&A, Fishbowls und Barcamp-Formate ersetzen klassische PR-Referate. Gefragt wird Authentizität. Für guten Content heisst das:


    • Diskussionen statt PowerPoint-Präsentationen

    • Sessions ohne Aufzeichnung für mehr Offenheit und Exklusivität

    • kontroverse Gespräche statt geskripteter Panels

    • intime Fireside Talks mit Raum für persönliche Fragen


    Diese bewusste Exklusivität steigert die Wertigkeit des Live-Erlebnisses.

  3. Networking builds the Kingdom: Laut Studie der wichtigste Grund für die Event-Teilnahme. Entscheidend ist nicht die Anzahl Kontakte, sondern deren Relevanz.

    Networking soll nicht nur nach dem eigentlichen Eventprogramm geplant werden, sondern durchgehend im Event stattfinden – beim gemeinsamen Erarbeiten, Lernen und Diskutieren. Dieses Learning through Networking und Networking through Learning führt zu tieferen Beziehungen und nachhaltiger Wirkung. Erfolgreiche Events setzen deshalb auf:


    • kleine 5–10-Personen-Circles

    • moderierte Roundtables

    • thematische Meetups

    • World-Café-Sessions

    • spielerische Formate wie Networking-Bingo


  1. Qualität und Innovation stehen im Mittelpunkt: Die Umfrageergebnisse liefern ein eindeutiges Signal: Qualität und Innovation prägen erfolgreiche Events.

    Der Anspruch an Erlebnisqualität, inhaltliche Relevanz und innovative Formate steigt, während Budgetdruck und wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben. Events müssen folglich mit begrenzten Mitteln differenzierende Erlebnisse gestalten, damit sie auch wirtschaftlich erfolgreich sind.

    Innovation zeigt sich 2026 weniger in spektakulärer Technik als in durchdachtem Formatdesign, kreativer Raum- und Dramaturgiegestaltung sowie der intelligenten Verbindung von Content, Interaktion und gezielt eingesetzter Technologie wie KI.


  2. Community statt Masse: Menschen wollen kein austauschbares Rahmenprogramm. Sie möchten Gastgeber:innen, die sie sehen, erkennen und ernst nehmen. Die Studie zeigt eindeutig: Unternehmen planen in kleineren, feineren und bewusster gestalteten Formaten. Viele Firmen akzeptieren geringere Teilnehmer:innenanzahlen, um Budgets und Qualität im Gleichgewicht zu halten. Der Effekt: Micro-Events, Executive Dinners und Boutique-Formate gewinnen massiv an Bedeutung. Sie erzeugen tiefere Gespräche, effizienteres Networking und einen deutlich stärkeren Business-Impact – oft weit mehr als grosse Konferenzen.


  3. Kreativität wird zum Differenzierungsfaktor: Gemäss Report macht Kreativität Events einzigartig. Menschen erwarten 2026 überraschende, emotionale und persönliche Erlebnisse. Darum gewinnt der Begriff Unique Experience Proposition (UEP) an Bedeutung und ersetzt vielerorts den klassischen USP.

    Kreativität kann zukünftig teure Inszenierung ersetzen. Es lohnt sich, jede Phase eines Events kreativ zu denken – von der Registrierung bis zur Pause. Differenzierung kann im gesamten Erlebnisverlauf gelingen:

    • Content: weniger klassische Panels, mehr authentische Diskussionen («Real Talk, No Script»)

    • Storytelling: Roter Faden, die Botschaften emotional verankern

    • Programmgestaltung: Kürzere Sessions, spielerische Elemente, Co-Creation, Aktivpausen

    • Brand Experience: Multisensorische Touchpoints, die Marken spürbar machen


  4. Nachhaltigkeit wird messbar, Inklusion wird zum Standard: Mit KI und Daten lassen sich Transportströme, Energieverbrauch, Food Waste und Materialkreisläufe erstmals effizient und präzise tracken und intelligenter planen. Das kann sich positiv auf den ökologischen Fussabdruck auswirken. Aber nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit zählt. Nachhaltigkeit bedeutet 2026 auch, dass Events für alle funktionieren müssen. Das bedeutet:

    • barrierefreie Wege,

    • gute Akustik,

    • klare und gut lesbare Beschilderung,

    • Live-Transkripte,

    • sprachlich inklusiven Content,

    • diverse Speaker:innen und weitere Akteur:innen.


    Nachhaltige Events sind 2026 nicht zwingend teurer – aber sie sind inklusiver, konsequenter, transparenter und datenbasiert gestaltet.

  5. Return on Experience statt Kennzahlen: Traditionelle Return on Investment (ROI)-Kennzahlen greifen in der heutigen Eventlandschaft oft zu kurz: nicht Reichweite, Teilnehmerzahlen oder Budgets stehen im Vordergrund, sondern die Wirkung:

    Wie haben sich Menschen gefühlt? Was hat sie bewegt? Was bleibt? Im Jahr 2026 zählen Emotionen, Inspiration, Zugehörigkeit, Motivation und Markenbindung.


    Der Report – und auch wir – empfehlen, Erlebnisziele vorab zu definieren und Return on Experience (ROE) als zentrale Messgrösse zu etablieren. Nicht alles zeigt sich sofort im Umsatz – aber alles lässt sich beobachten, analysieren und verbessern.


  6. Employee Experience wird wichtiger: Interne Events gewinnen stark an Bedeutung. Sie werden zum zentralen Instrument für Bindung, Motivation, Kultur (Employer Relations) und Employer Branding. Der Report zeigt: Unternehmen, die konsequent in Employee Experience investieren, stärken Identifikation und Loyalität – und machen Events zum Ort gelebter Unternehmenskultur.


  7. Die Eventmanagerin wird zur Experience Designerin: Mit der Entwicklung von Corporate Events verändert sich auch das Berufsbild in den Teams. Eventverantwortliche müssen gemäss Report klüger, kreativer und strategischer arbeiten. Der Report beschreibt einen klaren Rollenwandel: Eventverantwortliche werden zu Experience Designer:innen. Gefragt sind Kompetenzen in:


    • strategischer Planung und Kosten-Management,

    • Zielgruppen- und Journey-Verständnis,

    • Content- und Erlebnisdramaturgie,

    • Technologie- und KI-Verständnis,

    • Wirkungsmessung.


    Events werden nicht mehr organisiert, sondern orchestriert.


Umfrageresultate: Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick

Einen Blick auf die konkreten Resultate der diesjährigen Umfrage hilft bei der Gewichtung der verschiedenen Trends:


Event & Brand Experience Trends Report 2026 von Kesch: Screenshot der wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick

Die Umfrageergebnisse liefern ein eindeutiges Signal: Qualität und Innovation stehen 2026 im Mittelpunkt erfolgreicher Events, während Kosteneffizienz und Kreativität als Grundvoraussetzungen gelten.


Quelle & Darstellung: Event & Brand Experience Trends Report 2026 von Kesch








Unser Fazit: Corporate Events werden 2026 strategisch mitgedacht


Die Erkenntnisse der Studie zeigen, dass sich Corporate Events zunehmend an Prinzipien orientieren, die in der integrierten Unternehmenskommunikation seit Jahren etabliert sind: strategische Planung, Qualität vor Quantität, klare Zielgruppenorientierung, daten- und faktenbasierte Entscheidungen, ökologische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung sowie messbare Wirkung und Legitimation gegenüber internen und externen Anspruchsgruppen.


Mit der vermehrten Nutzung von KI stellen sich neu Fragen nach Governance und Kompetenzen: Wer steuert Erlebnisse, Daten und KI verantwortungsvoll – und mit welchen Regeln, Rollen und Fähigkeiten? Diese Fragen müssen Veranstaltende für sich beantworten.


Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus dem Report ist kultureller Natur. Es braucht 2026:

  • Mut zur Entscheidung,

  • Mut zur Haltung,

  • Mut, Dinge anders zu machen als man es immer gemacht hat.


Events, die niemanden irritieren, berühren auch niemanden. 2026 gewinnen jene Marken, die Position beziehen, authentische Gespräche zulassen und bedeutungs- und wirkungsvolle Erlebnisse ermöglichen.


Wir begleiten Organisationen und KMU dabei – von der strategischen Einordnung über die Konzeption bis zur Umsetzung und Erfolgsmessung, integriert in die Gesamtkommunikation.

Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme: 📩 kontakt@comm-ents.ch | ☎ +41 43 300 99 90



Event & Brand Experience Trends Report 2026 – Kesch

Für den Report wurden 35 führende europäische Eventagenturen aus dem BEIC-Netzwerk zu ihren Prognosen für die Entwicklung der Branche im Jahr 2026 befragt. Ziel war es, Trends, Prioritäten und Herausforderungen für Live-Events zu identifizieren.





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